Woche 3 + 4

Wo waren wir? Aja um am Abzess am linken Huf anzuknüpfen. Die Sauerkrautwickel haben zwar etwas Lebens in Spiel gebracht, allerdings ist der Knubbel gewichen, und ist nun ca 2 Wochen später nur noch zu ertasten und obwohl er immer noch warm ist, scheint es als ob Ruhe eingekehrt ist.  

Derweil ist auf der rechten Seite des linken Hufes kreuzförmig der Huf aufgesprungen. Ob da was rausgekommen ist, kann man nicht sagen. Kein Drama.

Woche 3 war etwas interessanter. Nachdem die Schmerzmittel aufgehört haben zu wirken, blieb er längere Zeit in der Sandbox. Dh wir versuchen ihn durch seinen Durst zu animieren, sich zu bewegen. Die ganze Diskussion geht natürlich darum, schont man ihn besser, da er Schmerzen hat, oder vertraut man darauf, dass Bewegung gut für den Stoffwechsel / Kreislauf und Abtransport der Schadstoffe und zugleich natürlich ausgesprochen gut für die Psyche ist...

Natürlich wird er nicht aus der Box gejagt, und meistens - an guten Tagen - ging er wirklich ein paar Mal aus der Box um zu saufen, und an anderen eben nicht.

Irgendwann versuchte ich ihm wieder die Hufschuhe anzuziehen, was er dann aber nicht so gerne mochte bzw bewegte er sich genau gar nicht mit denen. Am 5. Tag als er wirklich aufhörte sich für die Bewegung zu interessieren, haben wir nach einer Lösung gesucht, wie er "weich" laufen könnte. Der Matschweg trocknet langsam aber sicher komplett auf und die Wege werden härter für ihn.

 Zuerst versuchten wir ein Patent aus Neopren mit Schaumstoffeinlagen. So wie Schlapfen, einfach drüber ziehen, jedoch nicht zu hoch um einen Hitzestau der Hufe zu vermeiden. Da diese im ersten Moment nicht hielten, versuchten wir es mit Pampers. Jawohl Kinderwindeln mit Einlagen. Zumindest animierten diese ihn die Box endlich zu verlassen.

 

Vermutlich auch durch die lange Stehzeit und die Unsicherheit von ihm, wollte er anfangs nur ungern laufen bzw machte viele Pausen. Am späteren Vormittag nahm ich ihn mit zum ersten Abstieg zum Paddock Trail. Unten angekommen wachte er auf einmal auf und schüttelte seinen Hals. Vorsorglich ließ ich ihn selbst entscheiden, was er denn gerne machen wollte und löste das Seil. Und siehe da, er galoppierte bis zur Hälfte zurück zum Stall und verlor dabei eine der Windeln. Dann nahm ich ihm die 2. ab und schickte die Herde auf den Weg. Long Story short. Er lief an dem Tag 4 Mal die 300 m über Steine, aufwärts - abwärts, wälzte sich, nahm Bocksprünge und offensichtlich tat sich da ein "Knopf" in ihm auf.

 Seither und wir befinden uns in Woche 4, geht er wieder jeden Tag aus der Box und obwohl das Wetter jetzt langsam aber sicher heißer wird, bleibt er mitunter den ganzen Tag heraußen. Dh gegen die Mittagszeit kontrollieren wir ob er zurück in die Box möchte. Durch das viele Entlasten wenn er sich nicht fortbewegt und nur am Stand frisst, schwillt der rechte Fuß an. Diesen kühlen wir und kontrollieren dabei auch mehrmals am Tag die Temperatur der Hufe.

Am Rand noch zu bemerken, dass die äußere Schicht der Hufwand sich langsam abblättert wie die Haut von einem Champignon. Obwohl oder vllt weil wir den Huf jetzt mit Wasserbädern feucht halten.  

So wechseln sich die Tage ab mit Kühlen, Bewegen und Kontrollieren.

 

 

23.4.15 00:05

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