3 Monate

Der 3. Monat ist gerade abgelaufen. Eigentlich sind nach dem Abzess keine Entzündungen mehr aufgetreten, die Hufbearbeitung findet in regelmäßigen Abständen statt und meistens, zeigt er an, wann er wieder einen neuen Trim braucht. Er läuft dann einfach nicht mehr so gut.

Es ist bekannt, dass der "kranke" Huf und damit meine ich jetzt  nicht im Speziellen seinen wirklich stärker betroffenen Huf, sondern generell die Hufe nicht optimal versorgter oder übersorgter Pferde, schneller wachsen. Also nicht an allen Stellen gleich, sondern man kann sich denke ich das so vorstellen, wie wenn der Huf Schwachstellen ausgleichen bzw überwuchern und somit schützen will.

Kurzum bei ihm ist, denke ich, das Hauptproblem, dass die weiße Linie ziemlich sicher bis weit hinauf im Huf auseinandergerissen wurde. Durch physische Kräfte (Belastung, Beschlag,...) und die sich darin wohlfühlenden Bakterien, etc etc.. WHITE LINE DISEASE. Das verursacht Schmerzen (= Wandverbiegungen). Im Endeffekt sprechen auch viele Leute davon, dass die Pferde wenn sie "fühlig" gehen, dass wegen der dünnen Sohle ist. Ist denke ich richtig bei beschlagenen Pferden wo weder Sohle noch Strahl Bodenkontakt haben. Jedoch viel mehr habe ich die starke Vermutung, dass die größten Schmerzen von der Wandverbiegung her rühren.  Vor allem auf unebenem Boden, wo einseitig auf die eine oder andere verbogene Hufwand plötzlich Druck durch Steine etc, ausgeübt wird.

Man muss sich nur die ganze Folgen wie Einblutungen, Abzesse die dann hervorkommen können, bildlich vor Augen führen um nachvollziehen zu können wie sich das anfühlen muss.

Nun gut weiter zu unserem Fall. Bis auf den letzten Abszess und den schnell wachsenden Hufen, gibt es nur sehr gute Nachrichten.

Nach 3 Monaten ist gut 2 cm Huf nachgewachsen. Die Hinterhufe die lediglich einen geringen Grad an Wandverbiegung hatten, haben nun eine tolle Wölbung und schauen sehr gesund aus - obwohl ich sie die erste Zeit Stiefmütterlich behandeln musste, da er das Gewicht nicht gerne auf die Vorhand nahm aufgrund der Beschwerden.

Die Vorderhufe werden von Mal zu Mal kürzer (von der Balle bis zur Zehe). Die Maße stelle ich bei den Bildfolgen der verschiedenen Bearbeitungsschritte vor.

Anfang Juni nahmen wir den ersten spontane Versuch war und führten ihn steil bergab auf Schotter zum Asphalt und er konnte ohne Probleme dort laufen. Voll motiviert konnte er auch bald die 20 Minuten Spaziergang zur Wiese hinter sich bringen.

 

Und Ende Juni konnten wir den anderen Weg zum Bach wagen. Das Hufebaden kann nun einfacher durchgeführt werden. Mit Spaß und Motivation.

 

Schön ist, dass er in den 3 Monaten gezeigt hat, dass er kämpft, er war ob seiner Schmerzen nie grantig, hat nahezu immer kooperiert beim Hufe geben und sich auch körperlich verändert. Ebenso haben die Verspannungen sich selbst gelöst, die er durch den Schongang hatte. Er wälzt sich in der Wiese und macht immer mehr schnelle Wendungen. Mittlerweile wurde der Sand aus der Box entfernt und er liegt jetzt am Naturboden auf dem Trail.

Dies zum Update nach 3 Monaten    

 

 

 

 

 

1.7.15 10:19

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